{"id":456,"date":"2024-03-25T20:12:52","date_gmt":"2024-03-25T20:12:52","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.schwertzugvogel.org\/wordpress\/?page_id=456"},"modified":"2024-03-25T20:27:04","modified_gmt":"2024-03-25T20:27:04","slug":"fahrtensegeln-wismar-2023","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wp.schwertzugvogel.org\/wordpress\/?page_id=456","title":{"rendered":"Fahrtensegeln Wismar 2023"},"content":{"rendered":"\n<p>Ausgangspunkt war der Yachthafen von Wismar. Campen und ein gemeinsames Zelt aufbauen durften wir bei den Nachbarn, dem Kanu Club. Das war nur m\u00f6glich, weil Holger Mitglied in beiden Vereinen ist und alles im Vorfeld abgekl\u00e4rt hatte. Zusammen mit seiner Lebenspartnerin Doris bewegten sie ganz viel, damit wir 4 Tage Segelspa\u00df hatten. Sie organisierten Liegepl\u00e4tze, organisierten neue Liegepl\u00e4tze, weil die ersten dann doch nicht vermietet werden durften, organisierten Zelt und Grill, verholten ein Schiff im Stadthafen, damit wir Platz hatten, stellten einen zus\u00e4tzlichen KZV zur Verf\u00fcgung, der frisch aus ihrer privaten &#8222;Werft&#8220; kam, organisierten eine Stadtf\u00fchrung, Essen, Kuchen und vieles mehr &#8211; ganz herzlichen Dank nochmals an euch.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf die Ausschreibung von Christian meldeten sich 10 Zugv\u00f6gel (6 KZV und 4 SZV) sowie 3 G\u00e4ste an. Ankunft und Abreise waren flexibel &#8211; das organisierte gemeinsame Programm fand von Freitag bis Sonntag statt. Wenige kannten sich schon, ein Gro\u00dfteil der Teilnehmer war aber neu &#8211; so wie wir. Es war eine tolle Gemeinschaft und nach wenigen Stunden so, als w\u00fcrden wir uns ewig kennen.<br>Wetterm\u00e4\u00dfig hatten wir Gl\u00fcck. Als wir anreisten, ging eine st\u00fcrmische, kalte und verregnete Woche zu Ende. Zu Beginn war es bew\u00f6lkt, mit einer kalten Nacht &#8211; Tag f\u00fcr Tag wurde es immer sonniger und w\u00e4rmer. Drei Tage hatten wir sch\u00f6nsten Wind mit 3 bis 4 Bft. aus W bis SW &#8211; am Samstag war es leider so schwach-windig, dass wir unser Vorhaben &#8222;Timmendorf&#8220; auf halbem Weg abbrechen mussten.<br>F\u00fcr den ersten gemeinsamen Tag organisierte Christian einen professionellen Kameramann, der uns den ganzen Tag an Land und auf Wasser &#8222;verfolgte&#8220;. Wir sind schon sehr gespannt auf den fertigen Film!<\/p>\n\n\n\n<p>Auszug aus dem Logbuch<br>Mittwoch<br>6:50 Uhr Abfahrt in SW mit Mini-Fr\u00fchst\u00fcck. Kurzer Boxenstopp bei der B\u00e4ckerei und Tankstelle (Luft Trailer). Da die A7 \u00fcber Hannover momentan voller Baustel-len ist, entschieden wir uns f\u00fcr die A9 \u00fcber Berlin &#8211; 60 km l\u00e4nger, aber staufreier. Trotz K\u00e4lte (12 Grad) und leichtem Regen hatte Thomas schon optimistisch eine kurze Hose angezogen; nach Leipzig lachte uns die Sonne an.<br>Ausgiebige Pause 12:30 Uhr auf der H\u00f6he von Berlin (A10 Wustermark).<br>16:40 Uhr kamen wir an (672 km in 8:30 h \u2013 plus 1 h Pause). Die letzten 300 m Plattenweg waren f\u00fcr das Boot mindestens so stres-sig wie die 680 km davor \u2639<br>Diskussion mit Hafenmeister Det-lef, wie wir morgen kranen k\u00f6n-nen, da der Kran das erste Boot nicht tief genug ins Wasser heben konnte. &#8222;Mit Verl\u00e4ngerung bekommen wir das hin \u2013 der Mast ist kein Problem.&#8220;<br>Die Schwertzugv\u00f6gel konnten<br>geslippt werden<br>Waltraud und Thomas Schnepf<br>Seite 3<br>Holger wies uns hinsichtlich Stellplatz, Toiletten und Strom ein und erkl\u00e4rte den Unterschied zwischen Yachtclub und dem nachbarlichen Kanuclub.<br>Cali aufgebaut und Anlegerbier getrunken. Nach dem Bootsaufbau alle bereits Angereisten kennengelernt und gemeinsam im Zelt den Abend ausklingen lassen.<br>Donnerstag<br>Fr\u00fchst\u00fcck vor dem Cali.<br>Als zweites Boot an diesem Mor-gen gekrant. Nach der Nacht hatte der Hafenmeister seine Meinung ge\u00e4ndert: \u201eBoote wer-den nur mit liegendem Mast ge-krant. Die Verantwortung f\u00fcr ei-nen Schaden am Mast \u00fcber-nehme ich nicht.\u201c Manchmal gibt es Situationen, bei denen nur ei-ner Recht hat &#8211; dies war so eine Situation!<br>Gegen 12:30 Uhr gab uns Holger im Zelt eine Einweisung in das Re-vier. Anschlie\u00dfend machten 5 Boote einen Probeschlag nach Kirchdorf. Fischbr\u00f6tchen waren die Motivation, sowie ein sch\u00f6ner 3er Wind aus West, der uns mit Halbwindkurs die 6 sm nach Kirch-dorf durch das Fahrwasser blies. Inzwischen kam auch die Sonne raus. Daher beschlossen wir, nicht beim Fischkutter in der Sonne zu essen, sondern in der Fischr\u00e4ucherei ein schattiges Pl\u00e4tzchen zu suchen. Gest\u00e4rkt ging es dann mit dem gleichen Wind zur\u00fcck &#8211; der Kurs war leicht zu halten &#8211; di-rekt auf die Werft zu.<br>Shaun wird ins Wasser gehoben<br>Shaun wird ins Wasser gehoben \u2013\u2013 nicht ganz nicht ganz ungef\u00e4hrlich, wie der KZV angeschlungef\u00e4hrlich, wie der KZV angeschlagen wurdeagen wurde<br>Waltraud und Thomas Schnepf<br>Seite 4<br>20:00 Uhr war dann die offizielle Begr\u00fc\u00dfung durch Christian und Holger. Bis auf die &#8222;Berliner&#8220; waren alle da. Morgen wird uns ein Kamera-Team begleiten, vom Slippen bis zum Grillen als Abendessen.<br>Freitag<br>Ausschlafen, fr\u00fchst\u00fccken, die letzten drei Schwertzugv\u00f6gel slippen.<br>11:00 Uhr versammelten sich alle Segler im Zelt f\u00fcr die offizielle Begr\u00fc\u00dfung und f\u00fcr ein Gruppenfoto. F\u00fcr jedes Boot hatte Christian eine aktuelle Seekarte f\u00fcr die Wismarer Bucht parat &#8211; in einer Klarsichtfolie gesch\u00fctzt. Inzwischen war auch der Kameramann eingetroffen.<br>Anschlie\u00dfend fuhren wir raus &#8211; 10 Zugv\u00f6gel umrundeten im G\u00e4nse-marsch die Walfischinsel.<br>Auf dem Weg waren auch 3 Kegelrobben zu sehen. Mit Amwindkurs und kurzen Holeschl\u00e4gen ging es bei sch\u00f6-nem 3er Wind aus WSW nach Wismar in den Alten Stadt-hafen.<br>13 sm nach Kirchdorf<br>13 sm nach Kirchdorf<br>Christian und Rainer in der Giulietta<br>Christian und Rainer in der Giulietta<br>10 sm<br>10 sm \u2013\u2013 um die Walfischum die Walfisch&#8211; inselinsel in den Alten in den Alten HHafen afen von Wismarvon Wismar<br>Waltraud und Thomas Schnepf<br>Seite 5<br>3 Boote hatten einen Au\u00dfenborder dabei, falls die Abdeckung zu gro\u00df sein sollte, doch der Wind reichte zum Segeln aus. Ganz am Ende des Hafens war f\u00fcr uns so-gar ein Schiff verholt worden, damit wir anlegen und \u00fcber die Leiter hoch klet-tern konnten. In dem Lokal, das von Studenten betrieben wird, gab es ein k\u00fchles Bier, eine leckere Tagessuppe oder alternativ Kaffee und selbst gebackenen Ku-chen.<br>17:00 Uhr waren wir wieder im Hafen und tranken in der warmen Abendsonne ein Anlegerbier.<br>In der Zwischenzeit wurde ein Grill herbei-geschleppt und angeheizt. Es wurden be-reits Pl\u00e4ne f\u00fcr das n\u00e4chste Fahrtensegeln diskutiert: M\u00fcritz, Holland, nochmals Schlei \u2026 ?<br>Grillmeister des Abends war Rainer. Unterschied-liche Bratw\u00fcrste mit Knoblauchbaguette auf dem Webergrill zubereitet; dazu Salate und Wei\u00dfbrot. Nach dem Essen spendierte Rainer noch einen Anislik\u00f6r aus der Heimat.<br>Bis sp\u00e4t in die Nacht blieb noch ein klei-ner harter Kern im Zelt sitzen.<br>Waltraud und Thomas Schnepf<br>Seite 6<br>Samstag<br>F\u00fcr heute war der Hafen Boltenhagen als Tagesziel angesagt; daher sollte das Auslaufen bereits um 10:00 Uhr sein. Zu dieser Zeit sa\u00dfen wir aber noch im Zelt und diskutierten Alternativen und Wettervorhersagen. F\u00fcr Mittag und Nachmit-tag waren Regenschauer angesagt.<br>Als Alternative wurde Timmendorf festgelegt. Der S\u00fcd-wind sollte uns schnell hochtreiben; statt bew\u00f6lkten Himmel und Wind hatten wir aber Sonne und Flaute. Mehr als 1,5 kn waren nicht drin. Nach 1 Stunde &#8222;Kampf&#8220; brachen wir ab und fuhren zur\u00fcck in den Ha-fen. F\u00fcr 15:00 Uhr wurde Kaffee und Kuchen organi-siert. Zeit zum Chillen oder Joggen. Da ein Eigner mit ei-ner Motoryacht zur\u00fcck kam, musste noch ein &#8222;gelber&#8220; KZV w\u00e4hrend eines kurzen Schauers verlegt werden \u2639<br>Heute gab es um 19:00 Uhr ein gemeinsames Abendes-sen mit Selbstorganisation.<br>Es gab Fischbuffet aus Wismar; Rainer war mit seinem Grill am Start; Kartoffeln und Spagetti wurden gekocht; es gab Nachspeisen und einen Schnaps hinterher. Jeder wurde satt, jeder war gl\u00fccklich!<br>Sonntag<br>Der heutige Plan war, einen dritten Anlauf nach Timmendorf zu unternehmen. Am Abend vorher gab es die erste klare Ansage der Veranstaltung: Wir laufen um 10:00 Uhr aus! Hintergrund war auch, dass drei Boote noch ausgekrant wer-den mussten und der Bus nach Wismar um 16:25 Uhr fuhr.<br>Und &#8211; es hat geklappt: Um 10:00 Uhr lief das letzte Boot aus dem Hafen aus. Diesmal hatten wir auch einen sch\u00f6nen 3er Wind, der uns mit 5,5 kn nach Norden blies. Die &#8222;Regatta&#8220; gegen eine gro\u00dfe 40ft-Yacht gewannen wir.<br>4 sm in der Sonne ohne Wind<br>Waltraud und Thomas Schnepf<br>Seite 7<br>Kurz nach 11:00 Uhr segelten wir in den Hafen von Timmendorf auf der Insel Poel und bekamen auch alle schnell einen Liegeplatz f\u00fcr eine kurze Pause. Beim Fischkutter gab es Fischbr\u00f6tchen mit einem kalten Getr\u00e4nk, die wir in der Sonne genossen. Da wir nicht wussten, ob der Wind durchh\u00e4lt, legten wir um 12:00 Uhr auch wieder ab.<br>Der Wind hielt durch und legte streckenweise sogar noch zu. Mit \u00fcber 7 kn flogen wir quasi nach Wismar zur\u00fcck. Ein toller Segelspa\u00df als Abschluss der gemein-samen Segeltage.<br>Als der Hafenmeister um 14:00 Uhr seine Mittagspause been-det hatte, waren die drei Boote schon kranbereit &#8211; selbstver-st\u00e4ndlich mit gelegtem Mast!<br>Es blieb gen\u00fcgend Zeit zum Ab-bau und Verladen der Boote und zum Duschen.<br>16:25 Uhr fuhren wir mit der Linie 15 in die Stadt. Am ZOB empfingen uns Holger, Doris und Pia und f\u00fchrten uns durch den Hafen, vorbei am Baumhaus zum Wassertor. Dort empfing uns Ingolf, ein junger Stu-dent aus Wismar, den Holger vom Projekt Licht-am-Horizont kannte. Er f\u00fchrte uns mit seinem Wissen, seinem Charme und seiner Freundlichkeit durch die Altstadt und hatte als Stadtf\u00fchrer viele Geschichten und Anekdoten parat. Er zeigte uns mit gro\u00dfer Begeisterung auch zahlreiche Drehorte der Serie SOKO Wis-mar.<br>14 sm nach Timmendorf<br>14 sm nach Timmendorf<br>Doris, Holger und Ingolf<br>Doris, Holger und Ingolf<br>Waltraud und Thomas Schnepf<br>Seite 8<br>P\u00fcnktlich um 19:00 Uhr kehrten wir beim Alten Schweden ein, DEM histori-schen Gasthaus direkt am Marktplatz. In einem sch\u00f6nen Ambiente ge-nossen wir unser Essen. Als Dank und kleine Aner-kennung f\u00fcr die Organisation bekamen Christian sowie Holger zusammen mit Doris jeweils eine Flasche Whisky. Der gro\u00dfe Beifall zeigte deutlich, dass es allen gefallen hat. Zu-r\u00fcck ging es mit dem Taxi; im Zelt lie\u00dfen wir die Segeltage ausklingen.<br>Montag<br>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck in der Sonne wurde noch gemeinschaftlich abgebaut. 10:30 Uhr sind wir losgekommen; diesmal f\u00fchrte uns das Navi \u00fcber HH. Um HH herum gab es nervige Staus; die restliche Strecke auf der A7 lief sehr gut. Ankunft in SW war um 19:25 Uhr (612 km in 8:55 h \u2013 ohne l\u00e4ngere Pause).<br>Pers\u00f6nliches Res\u00fcmee:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Irrer Organisationseinsatz von Christian, Holger, Doris und vielen weiteren, damit wir vier Tage unseren Segelspa\u00df hatten.<\/li>\n\n\n\n<li>Toll, wie gut sich Segler verstehen, auch wenn sie sich vorher nicht kann-ten.<\/li>\n\n\n\n<li>Auch &#8222;Schwerter&#8220; sind ganz nette Segler \ud83d\ude0a<\/li>\n\n\n\n<li>3 von 4 Tagen hatten wir sch\u00f6nsten Segelwind \u2013 das passt.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Yachthafen von Wismar ist ein perfekter Ausgangspunkt f\u00fcrs Fahrtensegeln.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Fock hat sich auf der Ostsee gut bew\u00e4hrt.<\/li>\n\n\n\n<li>F\u00fcrs Campen, Feiern und Segeln hatten wir eine tolle Infrastruktur.<br>Shaun war`s !<br>Das letzte Brauhaus in W<br>Das letzte Brauhaus in Wismarismar<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausgangspunkt war der Yachthafen von Wismar. 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